Impulse & Meditationstexte

Auf dieser Seite findet Ihr eine Einladung der KHG. Und dies in doppelter Hinsicht: Eine Einladung zu ein paar Augenblicken der Ruhe. Augenblicke, in denen Ihr die Impulse und Meditationstexte auf Euch wirken lassen könnt. Darüber hinaus eine Einladung, Impulse oder Meditationstexte an unser Homepage-Team zu senden. Sehr gerne nehmen wir Eure eigenen Texte entgegen. Solche Impulse oder Meditationstexte, die Euch gefallen, können in Absprache mit uns hier veröffentlicht werden.

Damit wird diese Rubrik auch zu so etwas wie einem spirituellen Gästebuch der KHG Bayreuth. Ein dynamisches Element, welches von der Interaktion von Menschen auf dem Weg lebt. Ein Weg von Höhen und Tiefen. Und so wird es auch hier sein. Mal wird es neue Beiträge geben, mal nicht. Es dürfte sich aber lohnen, ab und zu mal vorbei zu schauen.

BildZumImpulsLicht und Dunkelheit

Licht kann ganz unterschiedliche Wirkungen haben.

Es kann beleuchten,
aber auch blenden.
Es kann Kälte ausstrahlen
oder auch wärmen.
Es kann Wärme schaffen,
aber auch verbrennen.
Licht hat viele Möglichkeiten.
Dunkelheit schafft Möglichkeiten
und verschleiert sie.

Licht umrahmt das Leben,
als Funke am Anfang,
am Ende gehen wir in sein Licht.
Dazwischen darf es auch Dunkelheit geben,
denn der Kontrast zur Dunkelheit
macht uns auf das Licht aufmerksam.

(Entstanden in einem Schreibgespräch mit dem Thema
„Die Spannung von Finsternis und Licht erhält Leben“
während der Stillen Tage im Advent 2009 der KHG Bayreuth.)

Licht und Dunkelheit

Licht kann ganz unterschiedliche Wirkungen haben.
Es kann beleuchten,
aber auch blenden.
Es kann Kaelte ausstrahlen
oder auch waermen.
Es kann Waerme schaffen,
aber auch verbrennen.
Licht hat viele Moeglichkeiten.
Dunkelheit schafft Moeglichkeiten
und verschleiert sie.

Licht umrahmt das Leben,
als Funke am Anfang,
am Ende gehen wir in sein Licht.
Dazwischen darf es auch Dunkelheit geben,
denn der Kontrast zur Dunkelheit
macht uns auf das Licht aufmerksam.

(Entstanden in einem Schreibgespraech mit dem Thema
„Die Spannung von Finsternis und Licht erhaelt Leben“
waehrend der Stillen Tage im Advent 2009 der KHG Bayreuth.)

8d8809af04Geduld und Ruhe

Gedanken aus den persönlichen Aufzeichnungen

von Papst Johannes XXIII.

Geduld und Ruhe: Zwei schöne Eigenschaften.
Nichts hinausschieben
nichts Überstürzen.
Kleine Dornen
die man aus Liebe zu Jesu trägt
und die Rosen werden.
Ruhe und Geduld.
Wie sehr muss man dem Herrn ähnlich werden,
um nicht die Geduld mit den Menschen zu verlieren?
Immer beschäftigt sein
und nie unter Eile zu leiden
ist ein Stück Himmel auf Erden.
Der Herr bewahre mir innere Ruhe und Frieden
in so vielen kleinen Stürmen.
Diese kleinen Leiden
mit Frieden ertragen
ist schon ein Zeichen der Gnade.
Die Ausgeglichenheit meiner Seele
ist in diesen Schwierigkeiten meine Stärke.
Jeder Tag muss seine kleine Sorge haben:
und wir müssen die Zucht des Geistes hochhalten,
die die Ungeduld zügelt
und den inneren Frieden aufrecht erhält.
Unsere wahre Ruhe wird im Paradies sein.
O seeliges Paradies!

Fragen:

Wo sind in meinem Leben gerade kleine Stürme?
Wie kann ich Ruhe und Gelassenheit mir nutzbar machen, um den kleinen Stürmen zu begegnen? Oder anders formuliert: Wie halte ich die Balance, beschäftigt zu sein ohne in Eile zu geraten?

(Zwischen Komplet und Laudes-Impuls; Fragen und Zitatzusammenstellung: Thomas K.)

Impuls5Barmherzigkeit

„Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ Mt 9, 13

Barmherzigkeit
was für ein hochtrabendes Wort.
Fast jeden Sonntag hört man das Wort in der Kirche,
in vielen Bibelstellen kommt es vor.
Doch in der alltäglichen Sprache,
im alltäglichen Leben?
Da hört man es fast nie.
Ist Barmherzigkeit vielleicht zu altmodisch
oder nur eine theoretisch existierende Eigenschaft,
die aber in der Realität nicht vorkommt?

Wohl kaum,
aber was ist dann Barmherzigkeit?
Sozial- und Arbeitslosenhilfe, eine Barmherzigkeitshilfe?
Vielleicht institutionalisierte Barmherzigkeit,
aber bestimmt kein direkt barmherziges Handeln.
Sozialarbeit und Barmherzigkeitsarbeit?
Schon eher.

Was sind dann aber in der Alltagssprache übliche Synonyme?
Vielleicht liebevoll,
aufopferungsvoll,
oder selbstlos?
Solches Handeln an jemandem anderen,
der in irgendeiner Art und Weise Hilfe benötigt,
ist barmherzig.

Barmherzigkeit ist eine Liebestat,
ist gelebte Nächstenliebe,
ist sich berühren, anrühren und bewegen lassen,
ist in Bewegung kommen und
liebevoll, aufopferungsvoll, selbstlos jemand anderen helfen.

(Frühschichtstext und Beitrag von Isabella)

6b98b4e8a3Das Leben ein Kunstwerk!?

(Gedanken auf Basis eines Textes von Ronald Dworkin)

Unser Leben,
unser Charakter und Fähigkeiten
werden geformt.
Geformt durch Entscheidungen,
Entscheidungen unserer Eltern,
unserer Verwandten, Freunde
und von Anderen.
Geformt durch unser kulturelles und soziales Umfeld.
Aber auch geformt durch eigene Entscheidungen und Handlungen.
Entscheidungen und Handlungen,
die das eigene Denken,
die Persönlichkeit und Ambitionen,
Emotionen, Bindungen und Leistungen beeinflussen.

Unser Leben
ist aber auch geprägt durch Begegnungen.
Begegnungen mit anderen Menschen,
schönen wie schmerzhaften.

Unser Leben
ist ein Prozess
von beabsichtigten und unbeabsichtigten Veränderungen,
von Bewegungen
aufgrund von inneren und außeren Anstößen.
Auf unserem Weg des Lebens
entsteht Neues,
Besonderes
und Schönes.
Es ist ein kreativer Prozess.
So kreativ,
wie die Entstehung eines Kunstwerks.
Das Ergebnis des Prozesses
ist das Leben selbst.
Das Leben
also ein dynamisches Kunstwerk,
ein Kunstwerk,
das erst mit dem Tod vollendet wird.

Unser Leben
wird durch andere verändert,
aber auch wir
können das Leben anderer verändern.
Jeder von uns kann die Welt,
im Kleinen wie auch im Großen,
verändern.
Jeder ist Künstler,
nicht nur am eigenen Leben,
auch am Leben anderer.
Wir alle
wirken gemeinsam
an der Entstehung
eines großen Gesamtkunstwerkes mit.
Ein Gesamtwerk,
welches aus vielen Einzelkunstwerken besteht.

Unser Leben
und auch Dein Leben
also ein dynamisches Kunstwerk
und Bestandteil eines großen Gesamtwerkes.
Aber ist es nur ein Kunstwerk?
Neben der Schönheit,
dem Stil
oder der Originalität eines Lebens
gibt es noch mehr.
Es hat persönliche,
sittliche und intellektuelle Qualitäten.
Qualitäten, die ein Kunstwerk nicht hat.
Das Leben
gleicht also einem Kunstwerk
und übertrifft es zugleich.

(Zwischen Komplet und Laudes-Text und Beitrag von Thomas K.; Dank an Michäl N.)

53d278b495Die Heilung eines Gelähmten

(Lk 5,18-20; 5,24b-26)

Anhand der Heilungswunder wird deutlich,
dass Jesus der Sieger über die Krankheit ist.
Er befreit den Mann von seiner Lähmung.

Lähmung bedeutet vieles:
die Steifheit der Glieder an sich,
das Gefühl nicht vorwärts zu kommen
und stehen zu bleiben,
das Gefühl sich nicht bewegen zu können.

Diese Gefühle haben wir doch auch manchmal.
Angst und Panik lassen uns erstarren.
Angst vor Klausuren, Trennungen und Einsamkeit.
Wir können an nichts anderes mehr denken
und fühlen uns gefesselt.

Doch Jesus befreit uns davon,
so wie er den Mann geheilt hat.
Diese Heilung ist mit dem Vertrauen des Mannes in Jesus verbunden.
Der Mann glaubt, dass Jesus der Befreier, der Messias, ist.
Er vertraut Jesus und wird befreit.
Diese Befreiung ist eine Zeichen Jesu,
es ist ein Hinweis auf die Nähe des Reich Gottes.

(Frühschichtstext und Beitrag von Carina V.)

d36cd81e78Die Speisung der Viertausend

(Mk 8,1-10)

Ein Wunder?
Es ist zu wenig Essen da,
aber alle werden satt
und es bleiben sogar Reste übrig.

Es gibt keine Schlägereien,
Kämpfe oder Streitigkeiten
um das Essen.
Die Leute setzen sich friedlich
in Gruppen zusammen
und vertrauen darauf,
dass sie etwas abbekommen.

Wie ist das möglich?

Wunder geschehen,
Gott kann Wunder vollbringen.
Ob die Leute nun ihr Essen ausgepackt haben,
oder woher auch sonst das Essen kam,
ein Wunder ist es,
dass es so aufgeteilt werden konnte,
dass letztendlich alle Hungrigen statt wurden.

Gott kann Wunder wirken,
durch und mit den Menschen,
aber auch an ihnen.

(Frühschichtstext und Beitrag von Isabella)

feaa101b03Glaube?!

Glaube
für viele
ein schwieriges Wort.

Ein Wort,
scheinbar
schwer zu fassen,
schwer mit Inhalt zu füllen.

Und was bedeutet Glauben
für mich als Christ?

Glauben bedeutet für mich
Vertrauen.
Vertrauen darauf, dass

Gott gütig ist,
Gott uns liebt,
Gott uns beistehen kann und will,
es eine Auferstehung nach dem Tode gibt.

Hieraus entspringt für mich
die Urkraft aller Kräfte:
Hoffnung

Und für Dich?

(Beitrag von Thomas K.)