Liebe Studierende, Lehrende und Mitarbeitende an der Universität Bayreuth,

mein Name ist Barbara Göb, seit dem 1. November 2016 bin ich Hochschulseelsorgerin an der Katholischen Hochschulgemeinde Bayreuth. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, Ansprechpartnerin für alle Angehörigen der Universität in Glaubens- und Lebensfragen zu sein.

Ich wünsche mir, dass unsere Katholische Hochschulgemeinde ein Raum ist, in dem sich über Fakultäten, Milieus und Kulturen hinweg Menschen treffen, miteinander ins Gespräch kommen, ihre Talente einbringen und sich gegenseitig bereichern. Denn: „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.“ (1 Kor 12,4)

Ich bin 43 Jahre alt und habe schon an ganz verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet. Zuletzt war ich als Pastoralreferentin in St. Martin in Bamberg tätig, wo ich für und mit Menschen aller Altersgruppen Gemeinde gestalten durfte.

Zuvor habe ich mich als Jugendreferentin bei missio München darum bemüht, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unsere Verantwortung für die Eine Welt, in der wir leben, nahe zu bringen.

Der Austausch unter den Kulturen und Religionen ist so etwas wie mein Lebensthema: Nach dem Abitur lebte ich als „Missionarin auf Zeit“ für ein Jahr in einer Kommunität der Steyler Missionsschwestern in Bolivien mit. Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt. Sie machte mir meine persönlichen Grenzen sehr bewusst und ließ mich demütig werden angesichts dessen, was die so genannten „Armen“ dieser Welt Tag für Tag leisten, und welche Schätze sie zu verschenken haben. Zugleich lernte ich mich selbst besser kennen, und auch mein Glaube konnte in dieser Zeit wachsen und reifen, so dass ich mich am Ende des Jahres für das Studium der Theologie entschied, das ich mit zunehmender Begeisterung in Augsburg und Münster absolvierte.

Mein Leben verlief danach nicht immer auf gerader Bahn, sondern öfters im Zickzack; darüber bin ich aber heute nicht böse, denn jede Station brachte mir wertvolle neue Erfahrungen. Meine pastorale Ausbildung in Nürnberg brachte mir das „Handwerkszeug“ für die Arbeit in und mit einer Gemeinde; als Redakteurin bei der theologischen Fachzeitschrift „Herder Korrespondenz“ in Freiburg konnte ich viel über Lektorat und journalistisches Arbeiten lernen; in einem wissenschaftlichen Projekt am Zentrum für Interreligiöse Studien in Bamberg beschäftigte ich mich mit dem christlich-islamischen Dialog; zwischendurch fühlte mich im Religionsunterricht am Gymnasium als „Löwenbändigerin“; und neben all dem gründete ich auch noch eine Familie. Mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern lebe ich heute in Bamberg.

Mit all dieser Geschichte und diesen Geschichten arbeite ich nun an der KHG Bayreuth als Hochschulseelsorgerin. Hier wurde ich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich aufgenommen, wofür ich sehr dankbar bin. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen und Erlebnisse, auf Spiel und Ernst, auf gemeinsames Arbeiten und gemeinsames Feiern – und darauf, immer wieder in der Begegnung mit Euch, den Menschen der KHG, auch Gott zu begegnen.

 

 

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